Im Rahmen des Deutschunterrichts wurde an unserer Schule eine Brieffreundschaft zwischen zwei Klassen organisiert. Ziel dieses Projekts war es, die Schülerinnen und Schüler gezielt auf die bevorstehende Schularbeit vorzubereiten und gleichzeitig eine möglichst authentische Schreibsituation zu schaffen.
An dem Projekt nahmen zwei Parallelklassen derselben Schulstufe teil. Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt eine feste Briefpartnerin bzw. einen festen Briefpartner aus der jeweils anderen Klasse. Die Namen wurden zugeteilt, sodass alle beteiligt waren und ein Austausch stattfinden konnte.
Der Schwerpunkt lag auf dem Verfassen persönlicher Briefe, da diese Textsorte ein wesentlicher Bestandteil der kommenden Schularbeit ist. Die Schülerinnen und Schüler wiederholten zunächst die wichtigsten Merkmale eines persönlichen Briefes: Datum und Ort, passende Anrede, strukturierter Hauptteil, Grußformel sowie eine persönliche Unterschrift. Auch auf sprachliche Gestaltung, Rechtschreibung und Satzbau wurde besonders geachtet.
Um eine möglichst echte Briefsituation zu schaffen, wurden die Briefe nicht einfach ausgetauscht oder digital verschickt, sondern tatsächlich in Briefkuverts gesteckt. Die Kuverts wurden beschriftet und teilweise sogar mit (gezeichneten) Briefmarken versehen. Anschließend wurden sie gesammelt und offiziell an die jeweilige Klasse übergeben. Dieser Ablauf erhöhte die Motivation deutlich, da die Schülerinnen und Schüler das Gefühl hatten, „echte“ Post zu erhalten.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die schulinterne Brieffreundschaft eine sinnvolle und praxisnahe Vorbereitung auf die Schularbeit darstellt. Durch das Schreiben echter Briefe mit Briefkuverts wurde die theoretische Textsorte „persönlicher Brief“ in eine reale Kommunikationssituation eingebettet. Das Projekt war sowohl pädagogisch wertvoll als auch für die Schülerinnen und Schüler eine bereichernde Erfahrung.
Mag. Elena Knes und Mag. Nina Binder