Seit Februar 2024 ist das Bundesrealgymnasium gemeinsam mit der Handelsakademie Erasmus+ akkreditiert.
Was ist Erasmus+?
Erasmus+ ist ein Programm der Europäischen Union zur Förderung der Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen. Jugendlichen wird die Möglichkeit geboten, Schulen in ganz Europa und teilweise darüber hinaus für einen bestimmten Zeitraum zu besuchen.
Welche Arten von Mobilitäten gibt es?
Schüler:innen können eine Einzelmobilität wählen. Das bedeutet, dass sie für einen bestimmten Zeitraum (von 10 Tagen bis zu einem ganzen Schuljahr) den Unterricht an einer Partnerschule besuchen. Dabei lernen sie nicht nur ein neues Schulsystem kennen, sondern haben auch die Möglichkeit, in das Leben des Gastlandes einzutauchen und Kultur sowie Traditionen hautnah zu erleben.
Es werden zudem Gruppenmobilitäten angeboten, bei denen man gemeinsam mit Mitschüler:innen an Projektwochen an einer unserer Partnerschulen teilnehmen kann.
Wie kann ich mich bewerben?
Interessierte Schüler:innen wenden sich für weitere Informationen an Frau Prof. Knes oder Frau Prof. Schindler.
Bewerbungen für das kommende Schuljahr werden bis zum 31. Jänner entgegengenommen.
„Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der EU oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.“
Hier finden Sie interessante Berichte über Erasmusaufenthalte unserer SchülerInnen.
Schuljahr 2025/2026
Drei Monate zwischen Brücken, Straßen und Pasta (Erasmus Aufenthalt in Venedig)
Nach drei Monaten voller Pasta, Pizza und Menschen, die viel zu schnell reden, ist meine Zeit hier in Venedig zu Ende. In diesen drei Monaten habe ich mehr gelernt und erlebt, als ich mir je hätte vorstellen können. Und wenn ich jetzt an mein Trimester dort zurückdenke, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, denn es gibt einfach zu viel zu erzählen.
Ich hatte das große Glück, in einer wunderbaren Gastfamilie zu leben – und eine noch wunderbarere Gastschwester zu haben. Mit ihr habe ich eine Freundschaft fürs Leben geschlossen. Sie besucht ebenfalls das Liceo Foscarini, die Schule, die ich in Venedig besucht habe, und hat mir besonders am Anfang sehr geholfen. Das Liceo Foscarini hat mir richtig gut gefallen: Es ist modern und schön, aber vor allem habe ich dort viele liebe Menschen kennengelernt, die mir jetzt sehr fehlen. Zum Beispiel meine Klassenkameraden, die alle klug, sympathisch und unglaublich geduldig mit mir, meinem Italienisch und meinen tausend Fragen waren. Dank ihnen bin ich jeden Tag gerne in die Schule gegangen. Manchmal wollte ich gar nicht nach Hause, weil es einfach so lustig war.
Natürlich gab es auch negative Seiten an meinem Aufenthalt in Venedig. Vor allem am Anfang hatte ich große Probleme mit der Sprache. Nach nur einem Jahr Italienischunterricht konnte ich fast nichts, und deshalb hatte ich etwas Angst zu reden. Oft habe ich auch kaum etwas verstanden, wenn jemand mit mir geredet hat. „Lächeln und nicken“ war mein Motto. Aber nach etwa anderthalb Monaten wurde es besser: Ich begann, immer mehr zu verstehen und mich auch zu trauen zu sprechen. Heute kann ich sagen, dass ich viel gelernt habe – auch wenn es natürlich noch einiges zu lernen gibt.
Ich hatte natürlich auch Heimweh. Meine Familie und meine Freunde haben mir sehr gefehlt. Zum Glück ist Kärnten nur drei Stunden mit dem Auto und fünf Stunden mit dem Bus von Venedig entfernt. So konnte ich während meines Austauschs drei Mal für ein Wochenende nach Hause fahren, und außerdem haben mich meine Familie und meine Freundinnen einmal besucht.
Nach meiner Rückkehr vermisse ich Italien jetzt schon sehr. Ich durfte Venedig wie eine echte Venezianerin erleben, habe mit meiner Gastfamilie Padua und Verona besucht und vor allem eine wunderschöne Sprache gelernt und neue Freundschaften geschlossen. Fast jedes Wochenende war ich mit Camilla, meiner Gastschwester, und ihren Freunden unterwegs, und gemeinsam mit meiner Gastfamilie habe ich unglaublich gut gegessen. Ich hätte nie gedacht, dass es so viele verschiedene Arten gibt, Pasta zuzubereiten.
Meiner Meinung nach sollte jeder einmal einen Austausch in Venedig machen. Die Stadt und ihre Menschen sind einfach etwas ganz Besonderes und man sollte sie mindestens einmal im Leben erlebt haben. Ein Austausch macht selbstständiger, selbstbewusster, man findet neue Freunde und lernt eine neue Sprache. Danke an Prof. Knes für diese unglaubliche Chance.
Tre mesi tra ponti, calle e pasta
Dopo tre mesi con un sacco di pasta, pizza e gente che parla troppo veloce, la mia esperienza qui a Venezia è finita. In questi tre mesi ho imparato e vissuto più di quanto mi immaginavo. E quando adesso penso al mio trimestre là, non so dove devo cominciare, perché c’è troppo da raccontare.
Ho avuto la fortuna di avere una famiglia ospitante meravigliosa e con la famiglia una sorella ospitante ancora più meravigliosa. Con lei ho fatto un’amicizia per tutta la mia vita. Anche lei va al Liceo Foscarini, la scuola che ho frequentato a Venezia, e mi ha aiutato molto all’inizio. Mi piace molto il Liceo Foscarini perché è una scuola moderna e bella ma soprattutto perché grazie a questo ho fatto conoscenza con molte persone carine che mi mancano adesso. Per esempio i miei compagni di classe che sono tutti intelligenti e simpatici e sempre pazienti con me, il mio italiano e le mie migliaia di domande. Mi facevano andare a scuola volentieri ogni giorno. Qualche volta non volevo neanche andare a casa perché era così divertente.
Però la mia permanenza a Venezia ha anche qualche aspetto negativo. Per esempio all’inizio ho avuto tantissimi problemi con il mio italiano. Dopo solo un anno d’italiano a scuola non sapevo quasi niente e per questo ho avuto un po‘ di paura di parlare. Inoltre, non capivo niente se qualcuno parlava con me. „Sorridi e annuisci“ era il mio motto. Ma dopo un mese e mezzo è diventato meglio e ho iniziato a capire e anche a parlare e ora devo dire che ho imparato bene la lingua, però c’è ancora troppo da studiare.
Un altro aspetto negativo è che avevo moltissimo „Heimweh“. La mia famiglia e i miei amici mi mancavano molto. Per fortuna la Carinzia è solo tre ore in macchina e cinque ore in bus da Venezia e così sono andata a casa tre volte per un weekend durante il mio scambio e anche la mia famiglia e le mie amiche mi sono venute a trovare una volta.
Dopo il ritorno a casa sento già la mancanza d’Italia. Ho avuto la possibilità di vedere Venezia come una vera veneziana, ho visto Padova e Verona con la mia famiglia ospitante e soprattutto ho imparato una lingua bellissima e ho fatto nuove amicizie. Ogni weekend uscivo con Camilla, la mia sorella ospitante, e i suoi amici e ho mangiato piatti buonissimi insieme alla mia famiglia ospitante. Non sapevo che fosse possibile fare la pasta in così tante variazioni.
Secondo me tutti devono passare un periodo di studio a Venezia perché la città e le sue persone sono davvero magnifiche e tutti devono vederle una volta. Inoltre, se si fa uno scambio, si diventa più sicuri di sé, si fanno nuovi amici e si impara una lingua. Grazie alla Prof- Knes per questa opportunità incredibile.
Mariella Grohschädl (6A)
Besuch einer Schulklasse aus Venedig
Am 19. Dezember durften wir an unserer Schule eine Schulklasse aus Venedig willkommen heißen. Besonders schön war dieser Besuch, da Mariella, eine Schülerin unserer Schule, die Klasse zuvor für drei Monate in Venedig besucht hatte.
Der gemeinsame Vormittag begann mit einem gemütlichen Frühstück, bei dem sich Schülerinnen und Schüler austauschen konnten. Anschließend erhielten die Gäste bei einer Schulführung in kleinen Gruppen einen Einblick in unseren Schulalltag und unsere Räumlichkeiten.
Nach dem Besuch an unserer Schule machte sich die Klasse aus Venedig auf den Weg nach Klagenfurt, um dort den Christkindlmarkt zu besuchen. Für unsere Schülerinnen und Schüler begann im Anschluss das wohlverdiente Wochenende.
Wir bedanken uns herzlich für den Besuch und den schönen Austausch und freuen uns über die internationale Begegnung!
Danke für den Besuch!
Erasmus-Aufenthalt in Spanien
Unser Projekt „Human Impact on Earth and Nature“
Von 16. bis 22. November nahmen drei Schülerinnen unserer Schule, Sarah Klammer, Stella Kobald und Sophia Striednig, gemeinsam mit den Lehrerinnen Melissa Tauß und Sandra Schindler am Erasmus-Projekt in San Lorenzo de El Escorial (Spanien) teil. Die Projektwoche stand ganz im Zeichen des Themas „Climate Change“ mit dem Schwerpunkt „Human Impact on Earth and Nature“.
Während unseres Aufenthalts arbeiteten wir intensiv daran, wie der Mensch die Erde und die Natur beeinflusst, sei es durch Umweltverschmutzung, Abholzung, den Ausstoß von Treibhausgasen oder den steigenden Ressourcenverbrauch. Wir lernten, wie wichtig nachhaltiges Handeln ist und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, den Planeten zu schützen. Gemeinsam gestalteten wir kleine Plakate, führten Projekte durch und diskutierten Lösungsansätze für aktuelle Umweltprobleme. Besonders spannend war die Präsentation eines deutschen Professors, der uns wissenschaftliche Hintergründe leicht verständlich erklärte.
Neben der schulischen Arbeit bot uns die Woche viele weitere wertvolle Erfahrungen. Wir lebten bei herzlichen spanischen Gastfamilien, die uns nicht nur ein Zuhause gaben, sondern uns auch mit köstlichen typischen Gerichten bekochten. Auch in der Schule erhielten wir Einblicke in die spanische Küche. Ein besonderes Highlight war ein Wanderausflug auf einen nahegelegenen Berg. Dort erfuhren wir viel über die lokale Kultur, die Geschichte der Region sowie über verschiedene Bäume und Pflanzen. Zudem hatten wir die Möglichkeit, Schüler und Schülerinnen aus anderen Ländern, unter anderem aus Frankreich und der Türkei, kennenzulernen. Die internationalen Begegnungen machten die Woche noch spannender und bereichernder.
Durch die intensiven Projekttage konnten wir nicht nur neues Wissen erwerben, sondern auch wichtige Stärken. Teamarbeit, Kommunikation und das Präsentieren unserer Ergebnisse standen täglich im Mittelpunkt. Diese Erfahrungen haben uns geholfen, selbstbewusster zu werden und besser im Team zu arbeiten. Besonders beeindruckend war zudem der direkte Austausch mit Schülern aus verschiedenen Ländern. Trotz unterschiedlicher Sprachen und Kulturen fanden wir schnell Gemeinsamkeiten und konnten voneinander lernen.
Auch die spanische Lebensweise hat uns sehr inspiriert. Die Offenheit der Menschen, die gemütliche Atmosphäre der Stadt und die kulturellen Besonderheiten haben uns einen neuen Blick auf das alltägliche Leben in Spanien gegeben. Durch die gemeinsamen Aktivitäten mit unseren Gastfamilien durften wir Traditionen, Bräuche und die spanische Gastfreundschaft hautnah erleben. In unserer Freizeit erkundeten wir die Stadt San Lorenzo de El Escorial und waren begeistert von ihrer Schönheit. Auch ein Ausflug nach Madrid stand auf dem Programm, wo wir eine Führung erhielten und anschließend die Stadt selbst entdecken durften.
Alles in allem war diese Erasmus-Woche eine außergewöhnlich bereichernde und prägende Erfahrung. Wir konnten nicht nur neues Wissen über den Klimawandel und seine Folgen sammeln, sondern haben auch gelernt, Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen und global zu denken. Wir kehren mit vielen wertvollen Eindrücken, mehr Offenheit gegenüber anderen Kulturen und einer großen Portion Motivation zurück. Vor allem aber nehmen wir unzählige schöne Erinnerungen und Freundschaften fürs Leben mit, die diese Woche zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.
Zwei Wochen in Triest
Ich hatte die Möglichkeit zwei Wochen nach Triest zu fahren und dort in die Schule zu gehen. Es ist schon immer mein Traum gewesen ein Auslandssemester zu machen und da dies nicht möglich ist, bin ich sehr dankbar für diese zwei Wochen. Ich habe in einer Gastfamilie gewohnt, die aus meiner Gastmutter und ihrem Enkel bestand. Dort hat es mir sehr gut gefallen, wir haben jeden Abend gemeinsam gegessen und uns unterhalten. In der Schule hat es mir auch sehr gut gefallen, ich habe neue Leute kennengelernt und viel gelernt. Außerdem habe ich auch die Möglichkeit gehabt einen zusätzlichen italienisch Kurs
zu machen, um mein Italienisch noch mehr zu verbessern. Mein Klassenkollege ist ein ganzes Semester in Triest gewesen und hat mir die Stadt gezeigt und mit mir Ausflüge gemacht. Am Nachmittag und am Wochenende sind wir immer unterwegs gewesen und haben uns die Stadt angeschaut. Wir haben viele Sehenswürdigkeiten besucht wie zum Beispiel das Castello Miramare, Piazza Unità oder das Castello San Giusto. Ich konnte die italienische Kultur besser kennenlernen und mein Italienisch etwas verbessern. Auch wenn es nur für eine kurze Zeit gewesen ist, war es eine tolle Erfahrung und ich würde es jedem empfehlen.
Due settimane a Trieste
Ho avuto la possibilità di andare per due settimane a Trieste e di frequentare la scuola lì. È sempre stato il mio sogno fare un semestre all’estero e, dato che questo non è possibile, sono molto grata per queste due settimane. Ho vissuto in una famiglia ospitante composta dalla mia madre ospitante e da suo nipote. Mi è piaciuta molto, ogni sera cenavamo insieme e chiacchieravamo. Anche a scuola mi è piaciuta molto, ho conosciuto nuove persone e ho imparato tanto. Inoltre, ho avuto anche la possibilità di fare un corso d‘italiano per migliorare ancora di più la lingua. Il mio compagno di classe ha trascorso un intero semestre a Trieste e mi ha mostrato la città e fatto delle gite con me. Il pomeriggio e durante il fine settimana siamo sempre stati in giro e abbiamo visitato la città. Abbiamo visto molti luoghi interessanti come, per esempio, il Castello di Miramare, Piazza Unità o il Castello di San Giusto. Ho potuto conoscere meglio la cultura italiana e migliorare un po’ il mio italiano. Anche se è stato solo per poco tempo, è stata un’esperienza fantastica e la consiglierei a tutti.
Leonie Lackner (7A)
Erasmus+ Job Shadowing in Norwegen
Während der Herbstferien besuchte die Erasmusplus-Koordinatorin Sandra Schindler die Sande Videregående Skole. Ziel des Besuchs war es, das norwegische Schulsystem kennenzulernen und die Modalitäten für den Rückbesuch unserer Schüler:innen zu planen. Dabei wurde das Programm erstellt und der genaue Termin für den Austausch festgelegt. Ein besonderes Augenmerk des Job Shadowings lag auf der Vermittlung von Fremdsprachen an dieser Schule, um neue Ideen für den eigenen Unterricht zu sammeln. Nach der Rückkehr mit vielen neuen Eindrücken gilt es nun, diese zu evaluieren und umzusetzen.
Mag. Sandra Schindler
Erasmus+ Schüleraustausch mit Norwegen
Vom 14. bis 17. Oktober 2025 hatten wir sieben Schüler:innen der Sande Videregående Skole zu Besuch an unserem Schulcluster. In dieser Woche nahmen die norwegischen Schüler:innen nicht nur am Unterricht teil und erhielten Einblicke in das österreichische Schulsystem, sondern lernten sich auch bei außerschulischen Aktivitäten besser kennen. Dazu gehörte ein Besuch eines Bauernhofs, bei dem regionale Produkte und der Gedanke der Nachhaltigkeit im Mittelpunkt standen. Zudem wurde der Erasmus Day gemeinsam mit dem BG/BRG Lerchenfeld veranstaltet, bei dem eine Online-Konferenz mit unseren Partnerschulen zum Thema „Active Citizenship“ sowie ein internationales Sportevent im Mittelpunkt standen. Ein individuelles Kulturprogramm mit den Gastfamilien rundete den Aufenthalt ab. Wir freuen uns bereits auf den Gegenbesuch im März 2026.
3AHH, 4AHH, 7a
Erasmus+ Lehrtätigkeitsaufenthalt in Triest
Im Rahmen des Erasmus+ Programms hatte ich, Prof. Elena Knes, die Möglichkeit, ca. zwei Wochen (19.-31.Oktober 2025) in Triest, Italien, zu verbringen, um am Liceo Petrarca zu unterrichten und zu hospitieren. Diese Erfahrung war nicht nur fachlich, sondern auch persönlich eine große Bereicherung.
Während meines Aufenthalts wohnte ich direkt in Triest – einer Stadt, die durch ihre einzigartige Lage zwischen Meer und Karst, ihre Geschichte und kulturelle Vielfalt fasziniert. Der Alltag an der Schule war geprägt von Offenheit und gegenseitigem Interesse. Ich konnte Unterrichtseinheiten gestalten, an verschiedenen Stunden teilnehmen und wertvolle Einblicke in die italienische Unterrichtskultur gewinnen. Besonders spannend war der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen über pädagogische Methoden, Unterrichtsmaterialien und den Umgang mit Mehrsprachigkeit.
Das Erasmus+ Programm ermöglichte mir, nicht nur meine sprachlichen Fähigkeiten im Italienischen zu vertiefen, sondern auch die Mentalität, Arbeitsweise und Bildungskultur eines anderen europäischen Landes kennenzulernen. Durch den direkten Kontakt zu Lehrerinnen, Lehrern und Schülerinnen entstand ein reger interkultureller Austausch, der über die zwei Wochen hinaus fortbestehen wird.
Ein weiterer großer Vorteil dieses Aufenthalts war das Knüpfen von Verbindungen und Netzwerken, die zukünftige Kooperationen zwischen Schulen erleichtern können. Der Vergleich der unterschiedlichen Lehrmethoden regte dazu an, den eigenen Unterricht zu reflektieren und neue Ideen auszuprobieren.
Insgesamt war der Aufenthalt in Triest eine inspirierende Erfahrung, die mir gezeigt hat, wie wertvoll internationale Zusammenarbeit und persönliche Begegnungen für die schulische und berufliche Weiterentwicklung sind. Erasmus+ eröffnet Wege, über den Tellerrand hinauszublicken – und genau das durfte ich in Triest erleben.
Mag. Elena Knes
Erasmus+ Gruppenmobilität nach Schweden
Nachdem im Mai 2025 Schüler:innen der British Junior School Eskilstuna bei uns zu Besuch waren, traten im Oktober 2025 neun Schüler:innen des BSC Feldkirchen den Gegenbesuch an.
In dieser Woche hatten sie nicht nur die Möglichkeit, die schwedische Lebensweise kennenzulernen, sondern auch aktiv am Schulleben teilzunehmen. Im Fach Hauswirtschaft wurden gemeinsam typisch schwedische „kanelbullar“ (Zimtschnecken) zubereitet, in Musik durften verschiedene Instrumente ausprobiert werden, und es wurden gemeinsam ABBA-Lieder gesungen. Zudem fand im Sportunterricht ein Orientierungslauf statt, und im Kunstunterricht produzierten die Schüler:innen einen Stop-Motion-Film. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Hauptstadt Stockholm, wo uns die schwedischen Schüler:innen eine Stadtführung gaben und anschließend das ABBA-Museum besucht wurde.
Dieser Austausch bot eine großartige Gelegenheit, Freundschaften zu vertiefen, Englischkenntnisse zu verbessern und internationale Erfahrungen zu sammeln. Der herzliche Empfang der schwedischen Gastfamilien und der Partnerschule machte den Aufenthalt unvergesslich.
Klassen 5a, 5b, 1AHH
Schuljahr 2024/2025
Erasmus+ Job Shadowing
Vier norwegische Lehrer:innen der Sande Videregående Skole besuchten im Rahmen eines Job Shadowing vom 20. bis 23. Mai das BG/BRG Lerchenfeld, die Handelsakademie und das BRG Feldkirchen. Sie konnten nicht nur aktiv am Sportunterricht teilnehmen, sondern erhielten auch Einblicke in unser Schulsystem, unsere Schwerpunkte und Schulaktivitäten. Unsere Schüler:innen führten die interessierten Kolleg:innen durch das Schulgebäude und beantworteten Fragen zu verschiedenen Bereichen.
Die positiven Eindrücke und die freundliche Atmosphäre an beiden Schulen weckten das Interesse der norwegischischen Lehrer:innen und eine zukünftige Kooperation ist bereits in Planung.
Mag. Sandra Schindler
Erasmus+ Projekt “Environmental Action“
Frankreich– Österreich – Spanien – Türkei
Drei Schülerinnen und zwei Lehrerinnen des BSC reisten im Rahmen eines Erasmus+ Projekts vom 4. bis 10. Mai 2025 nach Izmir. Dort arbeiteten insgesamt 18 Schüler:innen und 9 Lehrer:innen aus vier teilnehmenden Ländern an einem gemeinsamen Projekt gegen den Klimawandel. Neben Vorträgen und Diskussionen zum Thema Umweltschutz wurde auch an einem Fanzine zum Thema „Environmental Action“ gearbeitet. Darüber hinaus blieb genügend Zeit, um die türkische Kultur, das Land und die Menschen kennenzulernen. Zu den Programmpunkten gehörten der Besuch des Dorfes Şirince, eine Führung in Ephesus und eine Einkaufstour am Bazar. Die Gastfreundschaft war überwältigend, und es konnten viele neue Freundschaften geschlossen werden. Wir freuen uns bereits auf die Fortsetzung des Projekts in Spanien.
Sara Ceylan, Serena Fellner, Laura Radic
Mag. Sandra Schindler, Mag. Melissa Tauß
Erasmus+ Schüleraustausch mit Schweden
Vom 11. bis 16. Mai 2025 besuchten sieben Schüler:innen und zwei Lehrer:innen der British Junior School in Eskilstuna unserer Schule. Neben gemeinsamen Aktivitäten wie einer Schnitzeljagd, der Zubereitung von Kaiserschmarrn, der Gestaltung eines digitalen Fotobuchs und sportlichen Aktivitäten, hatten die schwedischen Schüler:innen und Lehrer:innen auch die Möglichkeit, Einblicke in unseren Schulalltag zu gewinnen. Durch die Unterbringung in Gastfamilien wurden viele Freundschaften geschlossen, und die Vorfreude auf ein Wiedersehen im Herbst 2025 ist bereits groß.
Klassen 4a und 4b
Erasmus+ Gruppenmobilität nach Malta
Vom 23. bis 29. März 2025 besuchten wir, neun Schüler:innen der HAK Feldkirchen, den Unterricht am St. Benedict College in Kirkop, Malta. Wir erhielten nicht nur einen Einblick in den maltesischen Schulalltag, sondern konnten auch aktiv am Unterricht teilnehmen. Zudem lernten wir viel über die Geschichte und Kultur des Landes. Schnell knüpften wir Freundschaften mit den maltesischen Schüler:innen und verbrachten eine wunderbare Woche miteinander. Es blieb auch ausreichend Zeit für Aktivitäten außerhalb der Schule. So besuchten wir unter anderem die Hauptstadt Valletta, die mittelalterliche Stadt Mdina, die Three Cities und St. Julians. Bei Bowling, Laser Tag und Shopping ließen wir die ereignisreichen Tage ausklingen.
Anna, Giulia, Luca, Rebecca, Paul, Sarah, Timo, Viktoria und Xenia
(1AHH, 1BHH, 2AHH)
Eva Weißmann (7B)
A settembre sono partita per fare un semestre in Italia, a Bergamo. Sono vissuta con una famiglia molto carina e avevo finalmente tre sorelle, che ho sempre desiderato. Loro mi hanno mostrato tanto dell`Italia. Già a settembre siamo andati a Selva con tutta la famiglia di mio padre ospitante. Prima dell´ inizio della scuola potevo andare a Milano con le mie sorelle e i loro amici. Dopo abbiamo passato un weekend nelle Marche e nelle vacanze di Natale ho visto Roma per la prima volta. Certamente abbiamo mangiato anche i piatti tipici come la carbonara e anche l`amatriciana. Quando siamo tornati mi hanno portato ad andare a sciare, perché sapevano che era la cosa che mi mancava di più. Ma naturalmente dovevo anche andare a scuola. Ho frequentato la stessa scuola della mia sorella ma un altro indirizzo. Ho fatto il liceo Galileo Galilei linguistico e potevo conoscere tante persone carine che sono diventate amici. Per aiutarmi a studiare l` italiano ho fatto anche tre ore alla settimana con una prima classe quando avevano italiano. Nel weekend mi sono incontrata spesso con i miei amici e siamo andati in un bar o in una discoteca , abbiamo giocato a bowling, abbiamo preparato una torta e abbiamo anche festeggiato Capodanno insieme. Quando non sono uscita ho guardato un film con la mia famiglia o abbiamo giocato qualcosa insieme. Per il mio compleanno mi hanno fatto una festa a sorpresa con le mie amiche e abbiamo mangiato una pizza insieme e giocato qualche gioco. Così non ho solo imparato l`italiano ma avevo anche la possibilità di conoscere gente nuova e fare nuove amicizie.
Schuljahr 2023/2024
Victoria Zeilinger (6B)
Ein Semester in Italien
Ich habe mich vor einem Jahr entschieden, ein Semester in Italien, in Triest, zu verbringen. Bevor ich ging, habe ich mich zweimal mit meiner Gastfamilie getroffen. Einmal mit meiner Familie und das andere Mal mit Freunden. Als ich ankam (am 11. September 2023), stand ich unter Schock. Ich konnte mir nicht vorstellen, in einem anderen Land zu leben und eine andere Sprache zu sprechen. In meiner Gastfamilie gab es zwei Brüder und eine Mutter. Die Mutter ist sehr nett und wenn ich etwas brauchte, half sie mir immer. Sie kochte Nudeln, Fleisch, Suppe und andere gute Mahlzeiten. Wir sind zusammen nach Venedig und Ljubiljana gefahren. Am ersten Tag in der Schule war ich schüchtern und nervös. Im Unterricht hörte ich zu oder lernte Italienisch, aber ich beteiligte mich nicht. Am zweiten Tag lernte ich zwei sehr nette Mädchen kennen. Sie zeigten mir Triest und die schönen Plätze. Zuerst verstand ich nur wenig, aber dann begann ich mehr zu verstehen, und ich fand sehr nette Freunde. Wir haben uns oft getroffen und Dinge unternommen wie ein Kekshäuschen bauen, essen gehen (hauptsächlich Sushi), an den Strand gehen, Geburtstage feiern und viele andere Dinge. Aber ehrlich gesagt ist es schwer, Freunde zu finden, wenn man die Sprache nicht spricht und sich in der Klasse schon alle kennen. Jetzt würde ich sagen, dass es eine wunderbare Erfahrung für mich war. Ich beherrsche Italienisch, ich kenne die Stadt Triest, ich kenne die Kultur der Italiener, aber vor allem habe ich Freunde gefunden, die ich noch oft besuchen werde. Am 03. Feber 2024 bin ich nach Hause zurückgekommen, um hier das Schuljahr zu beenden.
Semestre all’estero (Italia)
Ho deciso di fare un semestre in Italia, a Trieste, un anno fa. Prima di andare mi sono incontrata con la mia famiglia ospitante due volte. Una volta con la mia famiglia e l’altra volta con amici. Quando sono arrivata (il 11 settembre 2023) ero sotto shock. Non potevo immaginare vivere in un altro paese e parlare un’altra lingua. Nella mia famiglia ospitante c’erano due fratelli e una madre. La madre è molto carina e se avevo bisogno di qualcosa mi ha aiutato sempre. Ha cucinato Pasta, carne, zuppa e altri buoni pasti. Siamo andati a Venezia e Ljubiljana insieme. Il primo giorno a scuola ero timida e agitata. Durante le lezioni ho ascoltato o studiato italiano, ma non ho partecipato. Nel secondo giorno mi sono incontrata con due ragazze molto carine. Mi hanno mostrato Trieste e le piazze belle. All’inizio ho capito poco, ma dopo ho iniziato a capire di più, e ho trovato amiche carinissime. Ci siamo incontrate tante volte e abbiamo fatto cose come costruire una casa di biscotti, andare a mangiare (essenzialmente sushi), andare al mare, festeggiare i compleanni e tante altre cose. Ma onestamente è difficile trovare amici quando non parli la lingua e tutti della classe si conoscono già. Adesso direi che è stata una esperienza bellissima per me. Ho imperato l’italiano, conosco la città di Trieste, conosco la cultura degli italiani ma anzitutto ho trovato amiche che visiterò tante volte. Al terzo febbraio sono ritornata in Austria per finire qua l’anno scolastico.
Schuljahr 2022/2023
Fabio Lechner (6A)
Servus Leute! Grüße aus der Stadt Venedig
Wer kennt sie nicht? Die berühmte Stadt Venedig ist (meiner Meinung nach) eine der schönsten Städte der Welt. Wie ich dazu kam, vier Monate dort zu verbringen und was für eine schöne Zeit ich dort hatte, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Die ganze Idee stammt von meiner Italienisch-Professorin, Frau Prof. Knes (ich danke ihr sehr), die eines Tages zu mir kam und mir sagte, dass sie, wenn ich Lust auf ein Auslandssemester hätte, alles organisieren könnte, um dies möglich zu machen. Ich sagte natürlich zu, und so begann die Suche nach einer Schule. Zuerst in Udine, welche voll war, dann in Triest, welche auch voll war. Schließlich (ich konnte es kaum glauben) bekamen wir eine positive Antwort vom Liceo Classico Europeo Marco Foscarini, das sich direkt in Venedig befindet. Mit der Schule habe ich auch eine Gastfamilie bekommen, welche sehr lieb war. Bis jetzt haben wir uns sehr gut verstanden. Und dann begann am zehnten September 2022 die Reise….
Der erste Tag verlief schon sehr gut. Als ich eintrat, warfen meine Gastgeschwister Luftballons auf mich. Es war wunderschön und ich wusste, dass ich in den richtigen Händen war. Mit meinem Italienisch hatte ich anfangs zwar noch zu kämpfen, aber schon nach einer Woche ging es besser und nach und nach wurde ich immer fließender in der Sprache. Abgesehen von den Sprachkenntnissen hatte ich eine wunderbare Zeit in dem schönen Land. Wenn man in Venedig oder in der Umgebung lebt, kann man eine Stadt bewundern, die es kein zweites Mal gibt. Sie ist voller Überraschungen, sowohl ihre Gebäude als auch ihre Küche, die fast nur aus Fisch und ein paar Nudeln besteht (es zahlt sich aus sie zu probieren). Apropo Essen: Ich wusste nicht, was man alles mit Nudeln machen kann. Sie mischen sie mit Fleisch, Gemüse, Fisch und so weiter… Außerdem kreieren sie ihre eigenen Soßen. Es ist einfach nur köstlich. Die Menschen sind auch meist sehr vornehm.
Die Schule, die ich besuchte, war (für Italien) ziemlich modern. Sie war gut organisiert und die Lehrer waren auch sehr freundlich. Die Schüler waren klarerweise auch sehr nett. Die Schule wurde immer von acht bis achtzehn Uhr besucht. Es waren immer zehn Stunden Schule, was sich zunächst viel anhört, aber wir hatten immer die ersten sieben oder acht Stunden Unterricht und danach hatten wir frei und konnten tun, was auch immer wir wollten. Es war auch eine gute Erfahrung, in einer anderen Schule zu sein.
Da die Schwester meiner Gastmutter in Rom lebte, haben wir sie einmal besucht. So habe ich die Hauptstadt gesehen. Ich glaube, ich war noch nie in einer so großen Stadt. Sie war wunderschön. Dann war ich auch in anderen Städten. Ich hatte das Glück, dass meine Familie so gerne reist, und so habe ich auch Florenz, Bologna, Verona und andere Städte in der Nähe gesehen. Das ist schon ein bisschen verrückt. Eigentlich war ich dort ganz in der Nähe meiner Heimat. Vielleicht 200 Kilometer Luftlinie von Feldkirchen entfernt, das ist nichts. Jedenfalls gibt es einen großen Unterschied zwischen den Kulturen und den Gewohnheiten der Menschen. Auf Reisen öffnet man die Augen und sieht, was es alles auf der Welt gibt. Wenn du einmal die Chance hast, eine Erfahrung im Ausland zu machen, die dich interessiert, rate ich dir, sie nicht abzulehnen. Auch ich würde es sofort wieder tun, und da ich Italienisch sowieso an der Universität studieren möchte, werde ich es wieder tun.
Ciao ragazzi! Saluti dalla città di Venezia…
Chi non la conosce? La famosa città di Venezia è (secondo me) proprio una delle più belle al mondo. Come io sono arrivato lì per aver potuto trascorrerci quattro mesi e che bel tempo avevo scoprirete in questo articolo.
Tutta sta idea era emersa dalla mia professoressa di italiano, la prof. Knes (la ringrazio tanto) che un giorno era venuta a me a dirmi che se io avessi avuto voglia di fare un semestre all’estero mi potrebbe organizzare tutto per farlo possibile. Io certamente avevo detto di sì e così era iniziata la ricerca per una scuola. Prima a Udine, che era piena, dopo a Trieste, che era anche piena. Alla fine (non potevo crederci) prendevamo una risposta positiva dal Liceo Classico Europeo Marco Foscarini che si trova direttamente a Venezia. Con la scuola ho preso anche una famiglia ospitante, che era carissima. Sino ad ora ci siamo capiti benissimo. E poi il dieci settembre 2022 iniziava il viaggio…
Già il primo giorno andava benissimo. Mentre sono entrato i miei fratelli ospitanti lanciavano dei palloncini su di me. Era bellissmo e sapevo che io sia nelle mani giuste. Con l’italiano però devo ammettere che all’inizio non andava così bene. Ma già dopo una settimana sono partito e diventato sempre più fluido nella lingua. A parte delle conoscenze linguistiche ho trascorso un tempo bellissimo nel bel paese. Vivere a Venezia o anche all’intorno significa poter ammirare una città che così non c’è una seconda volta. È piena di sorprese, sia tutti i suoi edifici che la sua cucina; che consiste quasi solo di pesce e qualche pasta (ne vale la pena assaggiarla). A proposito il cibo. Io non sapevo cosa si può fare tutto con la pasta. La mescolano con della carne, verdura, con del pesce e così via… oltre a questo creano delle salse fatte proprio da loro. È buonissima sta cucina. Anche le persone sono per lo più molto signorili.
La scuola che ho frequentato era (per l’Italia) abbastanza moderna. Era ben organizzata e anche i professori erano assai gentili. Anche gli studenti erano certamente amichevoli. La scuola si frequentava sempre dalle otto alle diciotto. Allora erano sempre dieci ore di scuola che all’inizio suona tanto, però avevamo delle lezioni sempre le prime sette o otto ore e dopo ci lasciavano liberi. Anche l’essere in un’altra scuola era una bella esperienza.
Dato che la sorella di mia mamma ospitante abita a Roma siamo andati a trovarla una volta. Così ho visto la capitale. Non penso che io sia mai stato in una città così enorme. Era bellissima. Poi sono stato anche in altre città. Avevo fortuna perché la mia famiglia amava viaggiare tanto e così ho anche visto Firenze, Bologna, Verona e altre città in vicinanza.
È un briciolo di pazzia. In realtà ci sono stato abbastanza vicino a casa mia. Siano magari 200 chilometri di linea d’aria da Feldkirchen che non è nulla. Comunque c’è una gran differenza fra le culture e le abitudini delle genti. Viaggiare ti fa aprire gli occhi e vedere cosa c’è fuori al mondo. Se tu una volta hai la possibilità di fare un’esperianza all’estero che ti interessa, ti consiglio di non rifiutarla. Anch’io la rifarei subito e dato che mi piacerebbe studiare l’italiano all’università la rifarò.
Amelie Walther (6A)
MEHR ALS GLÜCK
Als im Januar vergangenen Jahres einer meiner Klassenkameraden mich fragte, was ich denn von der Idee hielte, ein Auslandssemester in Italien zu machen, kam wir das wie ein Traum vor. Schön wär’s, aber solche Sachen sind ziemlich unrealistisch, und außerdem ist eh noch so viel Zeit bis dahin…da kann ich noch darüber nachdenken. Aber interessieren würde es mich schon.
Über ein Jahr später liege ich auf der Dachterrasse meiner griechisch – venezianischen Gastfamilie und denke angestrengt darüber nach, wie acht Monate so schnell vorbeigehen können. So viel habe ich Neues entdeckt und lieben gelernt, so oft bin ich durch die schwimmenden Gassen der Stadt spaziert, so viel Eis habe ich gegessen und so viele Leute italienisch reden gehört, dass ich es mir nun schon zumute, ihre Sprache selbst nachzuahmen.
Sowohl meine Lehrer als auch meine Klassenkameraden haben hierzu unglaublich viel beigetragen. Vom ersten Tag an schafften sie es, dass ich mich in ihrer Gegenwart wohl und respektiert fühlte, als wäre ich immer schon Teil der Klasse gewesen. Jeder einzelne von ihnen erwies sich mir als intelligente und liebenswerte Person, die es niemals leid wurde, meine zahlreichen Fragen zu beantworten und mich ehrlich und ermutigend zu kritisieren, nicht nur in Bezug auf die Sprache. Dank ihnen und all denen, die sich die Zeit genommen haben, sich mit mir zu unterhalten, mit mir zu diskutieren und zu lesen, konnte ich meine Sprachkenntnisse um ein Vielfaches verbessern und meine Grenzen immer wieder überschreiten. Zu perfektionieren bleibt noch einiges übrig, aber ich kann bereits stolz auf mein Wachstum sein.
Aber nicht nur italienisch durfte ich lernen: Ich bestaunte verschiedenste Formen von Kunst, in Museen, Ausstellungen, mitten auf der Straße, und sogar in meinen eigenen Fähigkeiten. In einer Stadt, die nur so überquillt vor wunderbarer Architektur, Malerei, Fotografie, Literatur, Poesie und Musik, fand ich Zeit, mich aufs Zeichnen, Lesen, Schreiben, Klavier – und Gitarre spielen, Singen und vor allem Zuschauen und Zuhören zu konzentrieren, und verliebte mich so in Leidenschaften, die ich hoffentlich noch das ganze Leben lang begleiten werde. Und auch hier traf ich auf Menschen, die diese Begeisterung teilten. Vorfreudig wartete ich auf das gemeinsame Musizieren und Zeitverbringen jede Woche, und blieb jedes Mal erstaunt zurück, von dem Potenzial, das so ein paar Instrumente in bemühten Händen bieten können.
Obwohl ich mir in den Monaten von September bis Weihnachten das Auslandsschüler – Leben mit Fabio, dem vorher genannten Klassenkameraden, teilte, verbrachte ich nun doch mehr als die Hälfte meiner Zeit hier ohne österreichische Gesellschaft. Dass mir die nicht abging, dafür sorgten meine wundervollen italienischen Freunde, mein Handy, über das ich den Kontakt auch mit meiner Familie und meinen Freunden zu Hause halten konnte, und vor allem meine unbegreiflich tolle Gastfamilie. Sie haben eine völlig Fremde in ihr Heim und Leben aufgenommen, ihr mehr gegeben, als sie sich jemals hätte erträumen können, ihr geduldig und aufmerksam zugehört, und nichts als Gegenleistung erwartet. Wie ich so viel Glück haben konnte, ist mir unklar, aber ich versuche zumindest meine Dankbarkeit und Wertschätzung erkennbar zu machen.
Diese Wertschätzung empfinde ich auch für die Schule, wo mir noch einmal mehr bestätigt wurde, wie wenig selbstverständlich und unersetzbar wertvoll es ist, lernen zu dürfen. In einer Welt, wo Tausende von Kindern und vor allem Mädchen nur davon träumen können, in die Schule zu gehen, bin ich mir der Unwahrscheinlichkeit meines Zugangs zu Bildung bewusst und kann nur niemals aufhören zu hoffen, dass das so bald wie möglich jedes Kind so erleben darf. Ich möchte also meinen Eltern, meinen Lehrern und ein bisschen auch dem Schicksal danken, dass sie mir jeden Tag aufs Neue diese Möglichkeit schenken.
Sehr dankbar bin ich außerdem dem Erasmus – Programm, das mich so großzügig unterstützt hat, und Frau Professor Knes, meiner unermüdlich engagierten italienisch – Lehrerin. Durch sie hat alles angefangen und dank ihr ist es weitergangen. Sie hat mir nicht nur die italienische Sprache nähergebracht, sondern von der Schule, über meine Gastfamilie, bis hin zur Verlängerung meines Aufenthalts in Venedig sich um die gesamte Organisation, die Verwirklichung dieses anfänglichen Traums, gekümmert. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.
Abschließend lässt sich nun jedem wünschen, eine Erfahrung wie die meine erleben zu dürfen, neue Menschen, Orte und Sprachen, unbekannte oder wiedergefundene Interessen, Kunst und Kultur und wunderbar gutes Essen kennenlernen zu dürfen. Ob im Ausland oder nicht, hoffe ich für jeden, dass er lernen kann, mit Lebensfreude an jeden Tag heranzugehen und die Schönheit und Einzigartigkeit in sich selbst und seinem Umfeld zu erkennen und lieben.
PIÚ CHE FORTUNATA
Quando a gennaio dell’anno scorso un mio compagno di classe mi chiedeva cosa pensavo dell’idea di fare un semestre all’estero in Italia, mi sembrava un sogno. Mi piacerebbe, ma queste cose non sono molto realistiche e poi c’è ancora un sacco di tempo…Ci rifletterò. Ma un pò sì che mi interessa.
Più di un anno dopo sono distesa nell’altana della mia famiglia ospitante greca – veneziana e sto pensando a come otto mesi fanno a passare così velocemente. Quante cose nuove ho scoperto e imparato, quante passeggiate ho fatto nelle calli galleggianti della città, quanti gelati ho mangiato e quanta gente ho sentito parlare l’italiano, tanto che adesso oso imitare la loro lingua.
Sia i miei professori che i miei compagni mi hanno aiutato incredibilmente tanto. Dal primo giorno sono riusciti a farmi sentire rispettata e a mio agio, come se fossi da sempre stata parte della classe. Ognuno di loro mi ha dimostrato di essere una persona intelligente e adorabile, che non si stufava mai di rispondere alle mie numerose domande e di criticarmi in modo onesto e incoraggiante, non solo per quanto riguarda la lingua. Grazie a loro e a tutti quelli che si sono presi il tempo per conversare, discutere e leggere con me ho potuto aumentare molto le mie conoscenze dell’italiano e superare i miei limiti sempre un pò di più. Resta ancora tanto da perfezionare, ma posso dirmi fiera della mia crescita.
Ma l’imparare non si limitava solo all’italiano: ammiravo le più variate forme dell’arte, nei musei e mostre, in mezzo alla strada, e addirittura nelle proprie capacità. In una città che sembra scoppiare dalla quantità di architettura, pittura, fotografia, letteratura, poesia e musica, ho trovato tempo per concentrarmi sul disegnare, leggere, scrivere, suonare, cantare e più di ogni altra cosa guardare ed ascoltare, tutte passioni che spero di poter tenere per tutta la vita. E anche qui ho trovato persone affascinate come me. Ogni settimana non vedevo l’ora di passare del tempo a fare musica insieme a loro, e ogni volta rimanevo stupita dalla genialità che sono in grado di creare un paio di strumenti in delle mani interessate.
Mentre nei mesi da settembre a Natale condividevo la vita come studente all’estero con Fabio, il compagno prima menzionato, alla fine ho passato più della metà del mio tempo qua senza compagnia austriaca. Del non farmela mancare troppo si occupavano i miei meravigliosi amici italiani, il mio telefono, tramite il quale tenevo il contatto con i miei cari a casa, e soprattutto la mia stupenda famiglia ospitante. Hanno accolto nella loro casa e vita una sconosciuta completa, le hanno dato più di quanto si sarebbe mai potuta immaginare, l’hanno ascoltata con pazienza e attenzione e non si sono aspettati niente in cambio. Non ho idea di come sono potuta essere così fortunata, ma cerco di esprimere la mia gratitudine e il mio apprezzamento.
Questo apprezzamento lo provo anche per la scuola, dove mi è stato confermato una volta ancora quanto è insostituibilmente prezioso il poter studiare. In un mondo in cui migliaia di bambini e in particolare bambine possono solo sognarsi di andare a scuola, io sono cosciente del fatto che il mio accesso all’educazione sia tutt’altro che scontato e non la smetterò mai di sperare che il più presto possibile questo accesso diventi realtà per tutti i bambini e tutte le bambine.
Perciò vorrei ringraziare i miei genitori, i miei professori e un pò anche il destino per regalarmi questa possibilità tutti i giorni. Molto grata sono anche nei confronti del programma Erasmus, che mi ha supportato così generosamente, e della professoressa Knes, la mia instancabile e impegnata insegnate di italiano. Da lei tutto ha cominciato e grazie a lei tutto ha potuto continuare. Non solo mi ha avvicinata alla lingua italiana, ma dalla scuola alla mia famglia ospitante fino all’allungamento del mio rimanere a Venezia si è presa cura dell’intera organizzazione, della realizzazione di questo mio sogno. Senza di lei niente di questo sarebbe stato possibile. Infine resta da augurare a tutti che possano vivere un’esperienza come la mia, conoscere nuove persone, luoghi e lingue, trovare interessi sconosciuti o riscoperti, inammorarsi dell’arte e di altre culture, e mangiare del cibo delizioso. Se all’estero oppure no, spero che ognuno abbia la possibilità di imparare a vivere ogni giorno con gioia e riconoscere e amare la bellezza e singolarità di sé stesso e il proprio ambiente.